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Rheinhausen übernimmt mit einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung eine zentrale Sozialfunktion im Nördlichen Breisgau

Der Vorstand des Caritasverbandes Freiburg-Stadt hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich das Vorhaben im Gemein-derat vorzustellen, um die Bedeutung des Projektes für die Caritas deutlich zu machen. Vorstandssprecher Egon Engler und Vorstandsmitglied Dr. Rainer Gantert bezeichneten die Entwicklung, die Rheinhausen in den letzten Jahren mit dem Bürger-zentrum genommen hat, als einzigartig in Südbaden. Keine andere Gemeinde habe sich so konsequent neu aufgestellt und die gesamten kommunalen Angebote in der Mitte der Gemeinde gebündelt.

Daher ist es für die Caritas auch der beste Ort im Landkreis Emmendingen, hier ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinde-rung zu bauen. Derzeit besteht im Landkreis Emmendingen ein akuter Bedarf an zusätzlichem Wohnraum für Menschen mit Behinderung, die regelmäßig in Werkstätten betreut werden. Möglich gemacht hat die Entscheidung der Caritas die seit Jahren bestehende enge Zusammenarbeit mit dem Café de la Vida, in dem Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Caritas-Werkstatt aus Riegel gemeinsam tätig sind. Dr. Gantert bezeichnete das Café de la Vida als ein echtes Leuchtturmprojekt, ohne das der Cari-tasverband nicht nach Rheinhausen kommen würde.

Wie bereits im Café de la Vida sollen mit dem Bau des Wohnhauses weitere ausgelagerte Werkstattarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Rheinhausen entstehen, so auch in der vom Café de la Vida geführten Rösterei vor dem REWE, die bis März kommenden Jahres entstehen wird. Das Kaeehaus und die Rösterei werden Teil des Gesamtkonzeptes sein, dass Menschen mit Behinderung in der Mitte der Gesellschaft leben, wohnen und nach Möglichkeit auch arbeiten können. Der Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. wird daher neuer Gesellschafter der Café de la Vida gGmbH werden und sich mit 20.000 Euro an der gemein-nützigen GmbH beteiligen.

Vor der Gemeinderatssitzung hatte sich auch bereits die Sozialdezernentin des Landkreises Emmendingen, Dr. Ulrike Klein-knecht-Strähle, nachdrücklich für den Standort im Bürgerzentrum ausgesprochen, da es keine andere vergleichbare integrierte Lage eines Baugrundstücks für ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung im Landkreis Emmendingen gibt. Hier können die Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am Leben der Gemeinde Rheinhausen teilnehmen. Mit dem REWE und der Sparkassengeschäftsstelle sowie zukünftig der Metzgerei Kaiser benden sich alle Angebote des täglichen Bedarfs in unmit-telbarer Laufweite. Auch ein Anschluss an den öentlichen Personennahverkehr ist mit der Haltestelle beim REWE gegeben.

Für Freunde der kommunalen Verschuldungsstatistik hatten wir bereits in einer der letzten Ausgaben des Amtsblattes die po-sitive nanzielle Entwicklung der Gemeinde Rheinhausen ausführlich aufgezeigt. Trotz Investitionen in zweistelliger Millionen-höhe in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Rheinhausen die Möglichkeit, bis zum Jahresende 2023 im Kernhaushalt schuldenfrei zu werden.

Hier nun ebenfalls ein klares Wort zur Einrichtung und zum Betrieb der Rösterei als Betriebsteil der gemeinnützigen Café de la Vida-Gesellschaft. Die Investitionen für die Rösterei in Höhe von ca. 50.000 Euro werden vollständig aus der Kapitalerhöhung durch die Beteiligung der Caritas an der Café de la Vida gGmbH, den Einnahmen aus dem Sponsoring und den Eigenmitteln, die das Café de la Vida in den vergangenen Jahren selbst erwirtschaftet hat, getragen. Dies bedeutet, dass keine Haushalts-mittel der Gemeinde und damit auch kein Geld des Steuerzahlers in die Rösterei ießt. Im Gegenteil: Die gemeinsame Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung im Café de la Vida bereitet nicht nur allen Mitarbeitern große Freude, sondern stärkt auch die Lebensfreude der Menschen mit Behinderung. In der Mitte der Gesellschaft zeigen sie, was sie können. Mehr Inklusion geht nicht. Auch dies ist eine Aufgabe und Verantwortung, die eine Kommune im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge hat. Die Aufgaben einer Gemeinde bestehen eben nicht nur in der Ausführung von Pichtauf-gaben wie zum Beispiel den Betrieb der Abwasserbeseitigung. Eine Kommune hat auch eine soziale Verantwortung, die die Gemeinde Rheinhausen mit einem Kaeehaus und zukünftig einer Rösterei unter dem Dach der gemeinnützigen Café de la Vida GmbH wahrnimmt. Und dies wohlgemerkt, ohne dass auch nur ein Cent aus Haushaltsmitteln und Steuergeldern dafür bezahlt wird.

Die in den letzten Jahren geleistete Arbeit im Café de la Vida zieht jetzt nicht nur Investitionen von mehreren Millionen Euro nach sich. Zudem werden weitere 15 bis 20 Arbeitsplätze in der Betreuung der Menschen in Rheinhausen entstehen, wie Cari-tasvorstand Dr. Gantert in der Gemeinderatssitzung ausführte. Ein überzeugendes Gesamtkonzept, das die Lebensqualität der Menschen mit und ohne Behinderung in Rheinhausen weiter erhöht.