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Nasse Keller drohen in Rheinhausen durch den Polder Wyhl/Weisweil

In dieser Woche fand in Weisweil die 9. Sitzung des Regierungspräsidiums Freiburg mit den Gemeinderäten von Rheinhausen, Weisweil, Wyhl und Sasbach zum Polder Wyhl/Weisweil statt. Der Name des Projektes „Rückhalteraum Wyhl/Weisweil“ ist trügerisch und ein Etiket-tenschwindel, denn all das Hochwasser, das unterhalb von Sasbach eingeleitet wird, muss in Höhe des Leopoldskanals bei uns wieder in den Rhein geleitet werden. Dies wird zu steigenden Grundwasserständen führen. Nasse Keller in den angrenzenden, vor allem tiefer liegenden Ortslagen sind damit vorprogammiert.

Die Planungen der Ingenieure des Regierungspräsidiums Freiburg sehen nur für Wyhl und Weisweil Grundwasserentnahmebrunnen vor, die vor „betriebsbedingten, schädigenden Grundwasseranstiegen“ schützen sollen, nicht jedoch für Rheinhausen. Denn nach Auf-fassung der Planer werden sich für Rheinhausen durch den Polder keine nachteiligen Veränderungen ergeben. Anders gesagt, für das Regierungspräsidium Freiburg ist die Grundwassersituation in Rheinhausen im Unterschied zu Wyhl und Weisweil durch die ständigen Hochwasser des Rheins und im Leopoldskanal jetzt schon schlecht, diese wird nach Auff assung der Planer durch die Polderung des Was-sers nicht wesentlich schlechter werden.

Tatsache ist jedoch, dass mit dem Polder Wasser in die Nähe unserer Ortslagen gebracht wird und meterhoch eingestaut werden soll, und zwar dort, wo bislang bei Hochwasser nur selten einmal Wasser im Auslaufbereich hinkam. Durch den damit verbundenen Anstieg des Grundwassers und durch zusätzliches Druckwasser drohen in den angrenzenden Ortslagen von Rheinhausen nasse Keller.

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Polder Wyhl/Weisweil so nitt“ kämpfen die Gemeinden Rheinhausen, Weisweil, Wyhl und Sasbach für eine ökologische Schlutenlösung, die das Wasser weitgehend in den Schluten belässt und die Folgen der geplanten ökologischen Flutungen mit einer regelmäßigen Überfl utung der Fläche verhindert. Das Regierungspräsidium Freiburg lehnt die vorgeschlagene Schlutenlösung wie schon in den anderen Poldern, zuletzt in Breisach/Burkheim, aus Naturschutzgründen!!! strikt ab.

Am Donnerstag, dem 11. Oktober 2018, wird das Regierungspräsidium Freiburg in der Rheinwaldhalle in Weisweil die Bevölkerung von Rheinhausen, Weisweil, Wyhl und Sasbach über die Planungen informieren. Noch in diesem Jahr plant das Regierungspräsidium die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren einzureichen.

Lassen Sie uns gemeinsam – Bürgerschaft, Gemeinderat, Fischer, Forst und Jagd – für unsere Interessen kämpfen und unterstützen Sie uns gegen die Planungen des Regierungspräsidiums Freiburg. Die Erfahrungen mit der Tieferlegung der Breschen am Leoopoldskanal zeigen, dass ein einmal gebauter Zustand sich kaum mehr rückgängig machen lässt.


Ihr Dr. Jürgen Louis, Bürgermeister